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"Internationaler Tag des älteren Menschen"

Die Malteser aus Gelnhausen machen zum „Internationalen Tag des älteren Menschen“ am 1. Oktober auf die Herausforderungen in der Betreuung und Pflege aufmerksam, die in den kommenden Jahren auf die Gesellschaft zukommen. „Ältere Menschen werden immer seltener von Familienangehörigen unterstützt werden können“, sagt Karoline Szeck, Dienststellenleiterin in Gelnhausen. „Es muss selbstverständlich werden, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Leider scheuen sich viele Senioren, den Menüservice/Fahrdienst oder den Hausnotruf zu bestellen oder den ehrenamtlichen Besuchsdienst anzurufen“, weiß der Stadtbeauftragte Dieter Klumb aus seiner Arbeit.

Unterwegs mit Prüfsiegel

Der Malteser Fahrdienst Gelnhausen fordert vor dem Hintergrund eines Prüfungsergebnisses hohe Qualitätsstandards für Fahrdienste. „Das Wohl des Patienten, seine Sicherheit und Zufriedenheit müssen immer im Vordergrund stehen“, sagt Karoline Szeck, Dienststellenleiterin in Gelnhausen. Erst kürzlich wurde der Malteser Fahrdienst mit dem Qualitätssiegel „Sicherheit in der Personenbeförderung“ von DEKRA und TÜV ausgezeichnet. Bundesweit unterhalten die Malteser 126 zertifizierte Fahrdienst-Standorte. Szeck betont: „Wir hoffen, dass die Prüfungsergebnisse ein erster Schritt zu mehr Qualitätsbewusstsein sind und ,Schwarzen Schafen’, die es leider gibt, nun genauer auf die Finger geschaut wird.“

Malteser-LSM-Kurse noch attraktiver

Täglich kommt es zu Unfällen im Straßenverkehr. Mit dem Bestehen des Führerscheins übernehmen Führerscheinerwerber ein großes Stück Verantwortung: für sich selbst und für andere. Schnelles und richtiges Handeln kann Leben retten, wenn es auf Sekunden ankommt. Was man zur richtigen Einschätzung von Notfallsituationen und zur Durchführung notwendiger Hilfsmaßnahmen wissen muss, ist Hauptbestandteil des Kurses in „Lebensrettenden Sofortmaßnahmen am Unfallort“ (LSM). Freundlich, kompetent und schnell. Das qualifizierte Malteser-Ausbildungsteam zeigt in nur 360 Minuten die wichtigsten lebensrettenden Sofortmaßnahmen. In lockerer Atmosphäre lernst man Schockbekämpfung, Seitenlage oder Herz-Lungen-Wiederbelebung. Diese Ausbildung ist für die Führerscheinklasse A direkt - A - A1 - M - B - BE erforderlich. Die Dauer des Lehrgangs beträgt vier Doppelstunden. Dank neuer Partner ist eine LSM-Ausbildung bei den Maltesern noch interessanter.

Schnelles Handeln rettet Leben



Gelnhausen. Im Notfall zeigt sich, wie medizinische Versorgung auf höchstem Niveau aussieht. Durchschnittlich acht bis zwölf Minuten vergehen nach dem Wählen der Rufnummer 112 in Deutschland, bis ein Rettungswagen samt intensiv-medizinischer Ausrüstung am Unfallort eintrifft. Dabei ist das deutsche Rettungsdienstsystem weltweit führend, denn nirgendwo wird Verunglückten so rasch und effizient geholfen wie hierzulande.

Voraussetzung ist allerdings, dass Laien den Patienten bis zum Eintreffen des Rettungswagens mittels Sofortmaßnahmen am Unfallort versorgen und die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsfachpersonals überbrücken. „Gerade bei lebensgefährlichen Zuständen wie nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall kommt es auf jede Minute an. Bleibt die Erste Hilfe in den Anfangsminuten aus, kann auch der beste Rettungsdienst oft nichts mehr machen“, weiß Dieter Klumb, Stadtbeauftragter der Malteser in Gelnhausen.

Zehn Millionen Notfälle ereignen sich jährlich, sei es im Verkehr, bei der Arbeit oder im Haushalt. Aber nicht einmal in drei Prozent der Fälle leisten Laien Erste Hilfe. Notärzte sprechen vom therapiefreien Intervall, und das endet oft tödlich: Allein 100 000 Personen fallen pro Jahr dem plötzlichen Herztod zum Opfer – „auch deshalb, weil die Mehrzahl der Bevölkerung glaubt, dass mit dem Absetzen des Notrufs die Erste-Hilfe-Maßnahmen erledigt sind“, bemängelt Klumb, „danach muss aber sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelegung begonnen werden.“ Wenn der Notarzt erst zehn Minuten nach dem Unglück mit der Reanimation anfängt, ist es in der Regel zu spät. Schon wenige Minuten nach einem Herzstillstand treten irreversible Hirnschäden ein. Mehr als zehn Minuten ohne Sauerstoff überlebt kaum jemand, so der Experte.

Wären mehr Menschen fit in Erster Hilfe, könnte die Überlebensrate bei Notfallpatienten nach Angaben der Malteser deutlich erhöht werden. Adäquate Erstversorgung lernt man in einem Erste-Hilfe-Kurs. Die Malteser raten deshalb dazu, Erste-Hilfe-Kenntnisse alle zwei Jahre aufzufrischen. Entsprechende Lehrgänge werden regelmäßig angeboten. „Eigentlich ist die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung groß. Doch die Umsetzung scheitert meist an der Angst, etwas falsch zu machen“, berichtet Thomas Frank, Geschäftsführer der Malteser im Main-Kinzig-Kreis. Dabei sei die Lage juristisch klar: Laut Strafgesetzbuch könne man wegen unterlassener Hilfeleistung belangt werden, nicht aber wegen etwaiger Fehler. „Es geht nicht darum, dass man alles richtig macht“, versichert Frank, „sondern dass überhaupt geholfen wird.“

Infos zum Ausbildungsangebot der Malteser in Gelnhausen gibt es unter www.malteser-gelnhausen.de

Gelnhäuser Malteser präsentieren sich im Internet

Gelnhausen. Seit einigen Tagen sind die Gelnhäuser Malteser mit einer neuen Homepage im Internet zu finden. Unter www.malteser-gelnhausen.de ist das umfangreiche Angebot der großen Hilfsorganisation zu finden. Geändert hat sich nicht nur das Design, umfangreich wird auch über die Malteser in Gelnhausen, Deutschland und der Welt informiert.
Die Termine über das große Kursangebot in Erster Hilfe, Lebensrettende Sofortmaßnahmen, Erste-Hilfe-Training, Erste Hilfe bei Kinderunfällen, die Ausbildung von Schwesternhelferinnen und Pflegediensthelfern sowie Behandlungspflegekursen sind hier zu finden. Dazu kommen die PC-Kurse für Senioren, die sich großer Beliebtheit erfreuen.
Natürlich dürfen die Fahrdienste für Menschen mit Behinderung und Kranke nicht vergessen werden. Auf Linienfahrten fahren die Malteser Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen und Behinderten-Werkstätten an. Für rollstuhlgebundene Fahrgäste bieten sie individuelle Fahrten an, häufig unter Kostenbeteiligung der Kassen oder Sozialämter. So werden Arztbesuche, Dialyse, Behördengänge, Freizeitausflüge oder die Ausübung des Berufs unkompliziert möglich.
Informationen finden Interessierte über den Malteser-Hausnotruf und den Mahlzeitenservice. Per Video stellen die Malteser diese beiden Serviceangebote der Hilfsorganisation ausführlich vor. Auch der LebMal-Club, eine Kooperation der Lebenshilfe Gelnhausen und der Malteser ist hier zu finden. Der LebMal-Club ist ein Freizeittreff von Menschen mit Behinderung. Alle zwei Wochen dienstags, jeweils 19 bis 21 Uhr bekommen Menschen mit Behinderung ein wechselndes Programm mit Spielen, Singen, Basteln, Tanzen, Kochen und Erste Hilfe geboten.
Informationen über die Aktivitäten der Malteser in Gelnhausen dürfen natürlich nicht fehlen. Täglich wird die Homepage aktualisiert, so dass sie sich immer auf dem aktuellsten Stand befindet.
Rund 900 Jahre stehen die Malteser nun schon Menschen in Not zur Seite. Der Malteser Hilfsdienst ist mit mehr als 50.000 ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie 850.000 Förderern einer der großen caritativen Dienstleister in Deutschland. Die katholische Hilfsorganisation ist bundesweit an mehr als 500 Orten vertreten. 1953 durch den Malteserorden und den Deutschen Caritasverband gegründet, steht der christliche Dienst am Bedürftigen im Mittelpunkt der Arbeit.
Der ehrenamtlich geprägte Malteser Hilfsdienst ist entsprechend den Strukturen der katholischen Kirche in Diözesen gegliedert. Seine Helferinnen und Helfer engagieren sich im Katastrophenschutz und Sanitätsdienst genauso wie in der Erste-Hilfe-Ausbildung oder in den ehrenamtlichen Sozialdiensten. Der Auslandsdienst fördert Partner in aller Welt und entsendet Fachkräfte in Krisengebiete. In der Hospizarbeit begleiten die Malteser unheilbar kranke Menschen und ihre Angehörigen. Spiele, Sport und soziales Engagement verbinden die Mitglieder der Malteser Jugend.

Der Elektroschock alleine rettet noch kein Leben

Gelnhausen. Kritisch verfolgen die Malteser in Gelnhausen den Vertrieb von halbautomatischen Defibrillatoren in Online-Versandhäusern und Lebensmittelmärkten. Eine fundierte Erste-Hilfe-Ausbildung bringt nach Ansicht der Hilfsorganisation mehr, als technische Geräte alleine.

"Der Einsatz eines Defibrillators kann das tödliche Kammerflimmern am Herzen durchbrechen und damit Leben retten", sagt Dr. Thomas Plappert, Notarzt und Referent für die Helferausbildung bei den Maltesern im Bistum Fulda.
Grundlage hierfür müsse aber die sichere Anwendung von Basismaßnahmen sein.
"Wer mit der stabilen Seitenlage überfordert ist, die Herz-Druck-Massage nicht beherrscht oder die Telefonnummer des Notrufs nicht kennt, kann mit einem Defibrillator auch nicht besser helfen", so Dieter Klumb, Stadtbeauftragter in Gelnhausen.

Rund 100.000 Menschen sterben in Deutschland jährlich am plötzlichen Herztod. Während die Überlebenschance normal bei nur 10 Prozent liegt, zeigen amerikanische Studien, dass durch den Einsatz von Defibrillatoren zusätzlich zur klassischen Herz-Lungen-Wiederbelebung die Quote um das Vierfache gesteigert werden kann.

Die Malteser empfehlen grundsätzlich allen den Besuch eines Erste-Hilfe-Kurses, der regelmäßig aufgefrischt werden sollte. "Nicht nur die Automobilindustrie hat sich in den letzten fünf Jahren weiterentwickelt." sagt Klumb. "Im Bereich der Herz-Lungen-Wiederbelebung werden die Richtlinien ständig wissenschaftlich geprüft und angepasst." Die Malteser lehren nach den neusten Standards des European Resuscitation Council und der Bundesärztekammer. Nähere Informationen zu den Ausbildungsprogrammen in Gelnhausen sind unter www.malteser-gelnhausen.org erhältlich.

Althandy-Sammelaktion

Malteser und E-Plus: Hilfe für Menschen ohne Krankenversicherung
Köln (ots) - Mit großem Erfolg sammeln die Malteser und der Düsseldorfer Mobilfunkbetreiber E-Plus gemeinsam Alt-Handys. Schon über 6.000 Handys sind bisher abgegeben worden. Den Erlös für die Alt-Handys stellt E-Plus vollständig den Maltesern zur Verfügung.
"Wir schützen mit dieser Sammelaktion die Umwelt, sparen Ressourcen und helfen Menschen, die in Deutschland Not leiden - direkt vor unserer Haustür", sagt Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, Ehrenamtlicher Präsident des Malteser Hilfsdienstes. Der Alt-Handy-Erlös soll neben anderen ehrenamtlichen Projekten der Malteser nämlich besonders den Menschen zugute kommen, die in Deutschland ohne Krankenversicherung leben. Diese können sich bei der Malteser Migranten Medizin (MMM) kostenlos untersuchen lassen. "Wir übernehmen die Kosten für Entbindungen, Laboruntersuchungen oder lebensnotwendige Operationen welche die Betroffenen unmöglich selbst tragen können", so Brandenstein. MMM stützt sich dabei auf ein großes Netzwerk von Fachärzten und Kliniken.

Rund 180 Malteser Gliederungen beteiligen sich bundesweit an der Aktion, die im September 2006 startete. Dazu organisieren die ehrenamtlichen Helfer der Malteser Handy-Sammelstellen an zentralen Plätzen, holen Alt-Handys von Firmen ab oder verteilen Recycling-Umschläge für Alt-Handys an Schulen. Umschläge für Alt-Handys, die portofrei per Post an den Verwerter geschickt werden können, gibt es außerdem in den rund 750 Dienststellen der Malteser und in allen Shops von E-Plus.

"Ich bin überzeugt, dass Weihnachten vielen Deutschen ein neues Handy beschert hat. Geben Sie sich und Ihrem alten Handy einen Ruck und helfen Sie uns, damit zu helfen", appelliert Brandenstein an die Bevölkerung. "Die bedürftigen Menschen in Deutschland, ganz in Ihrer Nähe, werden dafür dankbar sein."
Mehr Infos unter: www.malteser-sammeln-handys.de und www.malteser-migranten-medizin.de