Bild: GNZ
Rund 40 Senioren nehmen in Gelnhausen Service in Anspruch - Lieferant bleibt erhalten
(maw). In die Hände des Malteser Hilfsdienstes übergab gestern Pfarrer Andrew Klockenhoff Wagen und Fahrzeugschlüssel aus dem Fachbereich "Essen auf Rädern". Ab sofort bietet das Diakonische Werk diesen Service nicht mehr an.
Das Lieferfahrzeug und Diakonie-Mitarbeiterin Alexandra Wüster sind jetzt für den Malteser Hilfsdienst im Einsatz. Alexandra Wüster kümmert sich in Zukunft um die neuen und alten Kunden der Malteser. Die rund 40 Senioren in Gelnhausen, die bislang vom Fachbereich "Essen auf Rädern" des Diakonischen Werkes versorgt wurden, werden jetzt von den Maltesern versorgt. "Wir haben den gleichen Lieferanten und sind bereits jetzt hier in der Stadt als Menü-Lieferant unterwegs, da ist die Umstellung für die Kunden nicht zu groß", sagte der Stadtbeauftragte der Malteser, Dieter Klumb, im Gespräch mit dem Gelnhäuser Tageblatt. Dies sei auch eines der ausschlaggebenden Argumente für die Entscheidung gewesen, den Service an den Hilfsdienst abzugeben, betonte Diakoniepfarrer Andrew Klockenhoff.
"Die oft prämierte und ausgezeichnete Menümanufaktur Hofmann wird auch weiterhin der Lieferant sein, den die Senioren schon vom Diakonischen Werk her kennen und schätzen gelernt haben", zeigte sich Pfarrer Klockenhoff überzeugt, dass der Übergang für die Kunden reibungslos vonstatten gehen wird. Auch die Kommunikation mit dem Hilfsdienst sollte sich bei den Maltesern problemlos gestalten, denn den Kunden steht mit Alexandra Wüster eine vertraute Stimme als Ansprechpartnerin zur Verfügung.
"Vor allem ist es eine Lösung, die im Sinne derjenigen ist, um die es geht: Menschen, die auf unser diakonisches Handeln angewiesen sind."Andrew Klockenhoff, PfarrerMit der Schließung des Fachbereichs "Essen auf Rädern" reagiere die Geschäftsleitung des Diakonischen Werks auf die lange, rückläufige Entwicklung des Fachbereichs, sagte Klockenhoff. Er nannte auch die große Anzahl an Anbietern als Grund für die negative Entwicklung. Neben den klassischen Hilfsorganisationen und einzelnen privaten Pflegediensten böten inzwischen immer mehr Gaststätten und Metzgereien ihre Menüdienste an, mit denen man nicht konkurrieren könne, nannte der Pfarrer weitere Gründe für den Rückzug der Diakonie aus diesem Feld.
Die Kreissynode hatte im März 2009 schon das Ende des Fachbereichs zum 31. Dezember beschlossen. Es gab allerdings die Auflage, dass für die noch verbliebenen Kundinnen und Kunden ein adäquates Angebot erarbeitet werden sollte. Mit der Übergabe an die Malteser Hilfsdienst GmbH habe das Diakonische Werk einen guten Partner gefunden, der die ehemaligen Kunden des Diakonischen Werks im neuen Jahr beliefern werde, zeigte sich Pfarrer Klockenhoff sehr zufrieden mit der Lösung. "Vor allem ist es eine Lösung, die im Sinne derjenigen ist, um die es geht: Menschen, die auf unser diakonisches Handeln angewiesen sind", zog er ein positives Fazit aus der Entscheidung. (Aus Gelnhäuser Tageblatt vom 31. Dez. 2009)